Eine gewölbte Frontlinse entscheidet, ob Filter überhaupt möglich sind
Die besten Weitwinkelobjektive 2026
Ein Weitwinkelobjektiv erfasst mehr, als das Auge bequem ordnet, und das macht es zur technisch anspruchsvollsten Rubrik des Katalogs. Brennweite und Sensorformat müssen hier mehr als irgendwo sonst zusammen gelesen werden, denn derselbe gravierte Wert ist an einem Format ein gemäßigtes Weitwinkel und an einem anderen ein gewöhnliches Objektiv. Die Spezifikation, an der viele scheitern, ist die Filtermöglichkeit: Die weitesten Objektive haben eine gewölbte Frontlinse, die über den Tubus hinausragt, sodass es gar kein Gewinde gibt, und ein Polfilter oder ein Graufilter verlangt dann ein separat gekauftes Rechteckfiltersystem mit Halter — ein Aufwand, der mit dem Objektiv mithalten kann. Wo es ein Gewinde gibt, ist sein Durchmesser meist groß. Die Verzeichnung wird nach ihrer Art beschrieben statt wegkorrigiert: Rektilineare Konstruktionen halten gerade Linien gerade und dehnen dafür Motive in den Ecken, Fisheye-Konstruktionen tun bewusst das Gegenteil, und beide sind verschiedene Produkte, keine verschiedenen Güteklassen. Die Offenblende zählt für Innenräume und für Nachthimmelaufnahmen, bei denen die Koma an den Rändern die Eigenschaft ist, die zwei Objektive gleicher Spezifikation trennt. Dann die Naheinstellgrenze, die bei einem Weitwinkel kurz genug ist, um Vordergründe dramatisch zu machen, die Abdichtung für ein Objektiv, das draußen lebt, und das veröffentlichte Gewicht. Wir vergleichen Brennweite, Format, größte Blende, Filtermöglichkeit, Verzeichnungsart, Naheinstellgrenze, Abdichtung und Gewicht.