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Leitzahl und Wattsekunde: zwei Maße für Blitzlicht

Aufsteckblitze werden mit der Leitzahl, Studioblitze mit Wattsekunden beschrieben; beide messen Verschiedenes und lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen.

Was die Norm festlegt

Die Leitzahl beschreibt die Reichweite eines Blitzes: Entfernung in Metern mal Blende, bei ISO 100. Ein Blitz mit Leitzahl 38 wie der NEEWER TT560 beleuchtet ein Motiv in 9,5 m Entfernung bei f/4 korrekt, bei f/8 in knapp 5 m. Die Wattsekunde (Ws) beschreibt die im Kondensator gespeicherte Energie. Sie ist bei Studioblitzen üblich: der Walimex pro Newcomer 100 II mit 100 W, der Godox SK400III-V mit 400 Ws, der NEEWER Q6 mit 600 Ws.

Was sie nicht verspricht

Keine Umrechnung. Wie viel Licht aus einer Wattsekunde wird, hängt von Röhre, Reflektor und Lichtformer ab. Keine einheitliche Messung. Hersteller wählen bei der Leitzahl oft eine Zoomstellung des Blitzkopfs, die einen hohen Wert ergibt. Kein Licht am Motiv. Eine Softbox schluckt Licht; die Leitzahl gilt für den nackten Blitz.

Wo es vorkommt

Bei Aufsteckblitzen wie dem Canon Speedlite EL-5 mit Leitzahl 60, dem Rollei Flashy ONE mit Leitzahl 16 und 16,8 Ws oder dem ULANZI SL01 mit Leitzahl 8, und bei allen Studioblitzen.

Häufige Fragen

Wie rechne ich mit der Leitzahl?

Leitzahl geteilt durch Blende ergibt die Reichweite in Metern bei ISO 100. Ein Blitz mit Leitzahl 38 reicht bei f/4 etwa 9,5 m.

Sind 400 Ws doppelt so hell wie 200 Ws?

Sie speichern doppelt so viel Energie, also etwa eine Blendenstufe mehr Licht, wenn Reflektor und Wirkungsgrad gleich sind.

Warum hat ein Studioblitz auch eine Leitzahl?

Manche Hersteller nennen beides, etwa der Godox SK400III-V mit 400 Ws und Leitzahl 65. Die Leitzahl hängt dann vom verwendeten Reflektor ab.

Zuletzt durchgesehen: 2. November 2026