Objektive
Ein zweites Objektiv nach dem Kit
Das Kit-Zoom deckt viel ab, aber nichts davon besonders gut. Das zweite Objektiv löst meist eines von zwei Problemen: zu wenig Licht und zu wenig Freistellung, oder zu wenig Reichweite. Diese sechs sind nach Bajonett sortiert, denn ein Objektiv passt nur an die Kamera, für die es gebaut ist.
Von Jean-Benoit Buisson
Mehr Licht: drei Festbrennweiten
Für Nikon-Spiegelreflexkameras ist das AF-S NIKKOR 50 mm f/1.8G für rund 219 € der klassische Schritt; an DX-Kameras wirkt es wie 75 mm, ein Porträtobjektiv. Für Canon EOS R bringt das RF 45 mm F1.2 STM für rund 417 € eine Blende von f/1.2 in ein Objektiv unter 400 g. Für Sony E ist das FE 35 mm F1.8 für 499 € eine Allround-Brennweite mit leisem Linearmotor und Wetterschutz; an APS-C entspricht es etwa 52 mm.
Mehr Weite: ein lichtstarkes Weitwinkel
Für Sony-APS-C-Kameras bietet das Sigma 16 mm F1.4 DC DN für rund 389 € den Bildwinkel eines 24-mm-Objektivs mit f/1.4. Für Vlogs, Innenräume, Nachtszenen und Sterne ist das ein großer Unterschied zum Kit-Zoom, das bei 16 mm meist bei f/3.5 liegt.
Mehr Reichweite: zwei Telezooms
Für Canon EOS R reicht das RF 100-400 mm F5.6-8 IS USM für rund 687 € bis 400 mm und wiegt 635 g; an APS-C wirkt es wie 640 mm. Für Sony APS-C reicht das E 70-350 mm F4.5-6.3 G OSS für rund 690 € umgerechnet bis etwa 525 mm, mit Stabilisator und Wetterschutz. Beide sind am langen Ende lichtschwach und brauchen gutes Licht.
Vor dem Kauf prüfen
Das Bajonett muss passen: Nikon F, Canon RF, Canon EF und Sony E sind nicht untereinander tauschbar, außer mit Adapter. Zum neuen Objektiv gehört oft ein Filter, dessen Gewindedurchmesser auf dem Objektiv steht; die Normenseite zum Filtergewinde erklärt das.
Die in diesem Text genannten Preise wurden am 2. November 2026 abgelesen. Der aktuelle Preis steht oben auf der Seite.