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Was bedeutet f/3.5-6.3 bei einem Kitobjektiv?

Es sind zwei Blenden, nicht eine: f/3.5 ist die größte Öffnung des Objektivs am kurzen Ende seines Zoombereichs, und f/6.3 die größte Öffnung am langen Ende. Der zweite Wert ist der, der entscheidet, was das Objektiv noch kann, wenn das Licht schwindet.

Es sind zwei Blenden, nicht eine: f/3.5 ist die größte Öffnung des Objektivs am kurzen Ende seines Zoombereichs, und f/6.3 die größte Öffnung am langen Ende. Der zweite Wert ist der, der entscheidet, was das Objektiv noch kann, wenn das Licht schwindet.

Das Paar wird gedruckt, weil das Objektiv die größere Öffnung beim Zoomen physisch nicht halten kann, und Hersteller drucken beide Enden, weil beide stimmen.

Was jedes Ende tatsächlich bestimmt

Die Blendenzahl ist das Verhältnis der Brennweite zum Durchmesser der Eintrittspupille. Wenn ein Zoomobjektiv auszieht, wächst die Brennweite schneller als die Öffnung, das Verhältnis steigt also, und das Objektiv wird dunkler. f/3.5 gehört zum kurzen Ende des Bereichs, f/6.3 zum langen, und nichts dazwischen wird veröffentlicht.

Das zählt am meisten bei schlechtem Licht, wo der Unterschied zwischen f/3.5 und f/6.3 etwas mehr als zweieinhalb Blendenstufen beträgt — die Verschlusszeit muss sinken oder die Empfindlichkeit steigen, um das auszugleichen.

Wo der Wert allein angegeben wird

Ein Angebot, das nur f/3.5 nennt, zitiert das weite Ende. Wo die Titel dieses Katalogs ein Paar tragen, erscheinen beide Enden: 18-150mm F3.5-6.3, 75-300mm F4-5.6, 100-400mm F5.6-8. Wo ein Wert neben einer einzelnen Brennweite erscheint — 50mm F1.8 —, zoomt das Objektiv nicht, und die einzelne Zahl ist alles.

Worüber das Blendenpaar nichts sagt

Nichts über die Schärfe, die eine eigene Sache ist und selten in einer Form veröffentlicht wird, in der sich zwei Objektive vergleichen ließen. Nichts über die Stabilisierung, die eine eigene Angabe ist. Und für sich allein nichts über die Schärfentiefe: Die folgt aus der Blende zusammen mit der Brennweite, der Motiventfernung und der Größe des Bildes hinter dem Objektiv.

Wo diese Seite und das Handbuch des Herstellers voneinander abweichen, entscheidet das Handbuch. Jede Brennweite, Blende, Leitzahl, Blendenstufe Stabilisierung, Lastangabe und Abdichtungsangabe auf dieser Seite stammt aus der eigenen Dokumentation des Herstellers, mit der Einheit wie veröffentlicht, und wird als solche benannt — nichts davon wird hier gemessen. Ein gravierter Wert wird so wiedergegeben, wie der Hersteller ihn graviert, und nie in einer anderen Konvention neu angegeben, denn beides ist nicht dieselbe Zahl. Und die zweite Aussage, wiederholt statt vorausgesetzt: Ein Zoom mit der Angabe f/3.5-6.3 hat zwei Offenblenden, nicht eine. Die erste gehört zum kurzen Ende des Bereichs und die zweite zum langen, und der Wert wandert zwischen beiden, während der Tubus ausfährt. Beide Enden stehen hier jedes Mal, weil die zweite entscheidet, was das Objektiv noch kann, wenn das Licht schwindet.

Was man vor der Entscheidung fragt

Welchen der beiden Werte sollte ich zwischen Objektiven vergleichen?

Das lange Ende, denn dort ist ein Zoom mit variabler Blende am dunkelsten und dort unterscheiden sich zwei Objektive am meisten. Die weiten Enden zweier Zooms zu vergleichen heißt, sie in ihrem schmeichelhaftesten Zustand zu vergleichen, und ein Objektiv, das bei 18 mm bis f/3.5 öffnet, sagt nichts darüber, was es bei 150 mm tut.

Was ist ein Objektiv mit durchgehender Blende?

Eines, das über seinen ganzen Zoombereich dieselbe Offenblende hält, als einzelner Wert veröffentlicht — f/2.8 statt f/3.5-6.3. Es ist eine andere Konstruktion mit einem anderen Preis, und der einzelne Wert ist die ehrliche Kurzform dafür.

Zuletzt durchgesehen: 12. September 2026